Barwertäquivalenter Basiszins aus der Zinsstrukturkurve der Bundesbank, nach der Methode des FAUB: tagesaktuell oder für jeden Bewertungsstichtag seit 2008, mit ungerundetem Wert, Spot Rates und Export für Ihre Arbeitspapiere.
Basiszins nach IDW S1 (gerundet)
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Kurz gesagt: Der Basiszins nach IDW S1 beträgt zum 13.10.2026 gerundet 3,75 % (ungerundet 3,78 %). Er ist der einheitliche Zins, der denselben Barwert liefert wie die Zinsstrukturkurve deutscher Staatsanleihen im Durchschnitt der letzten drei Monate. Mit Beta und Marktrisikoprämie wird daraus der Kapitalisierungszins.
Durchschnittliche Spot Rates je Restlaufzeit, 14.07.2026 bis 13.10.2026
Monatsultimo seit 2008, gleiche Methode und Zinskonvention. Fahren Sie über die Grafik oder tippen Sie hinein.
Durchschnitt der Tageswerte im Zeitraum, in der gewählten Zinskonvention. Der Diskontfaktor ist (1 + z)−t.
| Laufzeit | Spot Rate | Diskontfaktor |
|---|
Der Basiszins steht im Kapitalisierungszins für die risikolose Alternativanlage. IDW S1 nimmt dafür nicht die Rendite einer einzelnen Bundesanleihe, sondern die ganze Zinsstrukturkurve: Ein Unternehmen wirft Überschüsse ohne Enddatum ab, also muss der Zins zu dieser Laufzeit passen. Der FAUB des IDW hat das Verfahren festgelegt, der Rechner setzt es Schritt für Schritt um.
Eine unbegrenzte Reihe von 1 € hat beim Einheitszins i den Barwert 1/i. Setzt man diesen Barwert mit dem Barwert über die Zinsstrukturkurve gleich, folgt i direkt aus der Formel, ohne Zielwertsuche. zt ist die durchschnittliche Spot Rate für die Laufzeit t.
Die Spot Rates aus dem Svensson-Modell sind stetige Zinssätze. In der direkten Variante setzt der Rechner sie unverändert als Jahreszins an. Damit entstehen die Werte, die in der Bewertungspraxis veröffentlicht und verwendet werden, etwa 3,59 % ungerundet zum 1. August 2026.
Die diskrete Variante rechnet die gemittelten Spot Rates vorher in Jahreszinsen um (ez − 1). Das ist finanzmathematisch konsequenter und ergibt einen um rund 0,07 Prozentpunkte höheren Basiszins. Liegt der Wert nahe an einer Rundungsgrenze, kann der Unterschied einen ganzen Viertelprozentpunkt ausmachen: Zum 30. Juni 2026 ergibt die direkte Variante 3,50 %, die diskrete 3,75 %. Welche Konvention ein Gutachten verwendet, sollte es deshalb ausdrücklich nennen.
Häufiger Fehler in Gutachten: der Basiszins zum falschen Stichtag oder aus einer veralteten Monatstabelle. Für einen Stichtag 31.12. gilt der Durchschnitt Oktober bis Dezember, nicht der zum 1. Dezember veröffentlichte Wert. Mit dem Rechner prüfen Sie das in Sekunden. Dazu passend: Gutachten prüfen lassen.
Der Basiszins ist nur der erste Baustein. Dazu kommt der Risikozuschlag aus Beta-Faktor mal Marktrisikoprämie; der FAUB empfiehlt seit September 2025 eine Marktrisikoprämie von 5,25 bis 6,75 % vor persönlichen Steuern. Mit dem ermittelten Wert können Sie direkt im Kapitalisierungszins-Rechner weiterrechnen. Branchenwerte für Beta finden Sie unter Beta-Faktoren nach Branchen, die monatliche Einordnung auf der Datenseite Basiszins und Marktrisikoprämie aktuell.
Datenquelle: Deutsche Bundesbank, Zinsstrukturkurve börsennotierter Bundeswertpapiere, Svensson-Parameter, Tageswerte (Reihen BBSIS.D.I.ZST.B0 bis T2). Die Berechnung läuft in Ihrem Browser; Ihr Stichtag wird nicht gespeichert. Ohne Gewähr – für ein Gutachten dokumentieren Sie bitte Stichtag, Zeitraum und Konvention.
Aus der Zinsstrukturkurve deutscher Staatsanleihen: Mit den täglich von der Bundesbank geschätzten Svensson-Parametern werden die Spot Rates für 1 bis 30 Jahre berechnet und über die drei Monate vor dem Stichtag gemittelt. Daraus wird der einheitliche Zins abgeleitet, der für eine unendliche, gleichbleibende Zahlungsreihe denselben Barwert ergibt; ab dem 31. Jahr gilt die 30-jährige Spot Rate. Das Ergebnis wird auf Viertelprozentpunkte gerundet, unter 1 % auf Zehntelprozentpunkte.
Den Bewertungsstichtag. Der Rechner mittelt die Handelstage der drei Monate bis einschließlich zu diesem Tag. Für den Monatswert, der in der Praxis als Basiszins zum Monatsersten veröffentlicht wird (etwa zum 1. September), geben Sie den letzten Tag des Vormonats ein (31. August).
Die Svensson-Spot-Rates der Bundesbank sind stetige Zinssätze. In der direkten Variante werden sie unverändert als Jahreszins angesetzt; so entstehen die in der Praxis veröffentlichten Werte, zum Beispiel 3,59 % zum 1. August 2026. Die diskrete Umrechnung (ez − 1) liefert einen um rund 0,07 Prozentpunkte höheren Wert, was an der Rundungsgrenze einen Viertelprozentpunkt ausmachen kann.
Die Rundung auf Viertelprozentpunkte (unter 1 % auf Zehntelprozentpunkte) glättet kurzfristige Schwankungen der Zinsstrukturkurve und täuscht keine Scheingenauigkeit vor, die Schätzung der Kurve ist ohnehin mit Unsicherheit behaftet. Im Gutachten wird üblicherweise der gerundete Wert angesetzt und der ungerundete Wert dokumentiert.
Von der Deutschen Bundesbank: Zinsstrukturkurve börsennotierter Bundeswertpapiere, Svensson-Parameter als Tageswerte ab 2008. Der Server dieser Seite ruft die Reihen über die Statistik-Schnittstelle der Bundesbank ab und aktualisiert sie spätestens alle sechs Stunden. Neue Handelstage stellt die Bundesbank zeitnah bereit, meist noch am selben Tag.