Was kostet eine Unternehmensbewertung?

Die häufigste Frage meiner Mandanten – und eine, die ich transparent beantworten möchte.

Stand: September 2026 · Preise geprüft

Kurz gesagt: Die Werteinschätzung kompakt kostet bei mir 3.700 € zzgl. USt. als Festpreis und liegt nach wenigen Tagen vor. Ein Bewertungsgutachten nach IDW S1, erstellt als gutachterliche Stellungnahme, kostet als Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. und liegt in der Regel zwei bis vier Wochen nach vollständigen Unterlagen vor. Den genauen Festpreis nenne ich nach dem kostenlosen Erstgespräch; die Werteinschätzung wird bei Folgebeauftragung voll angerechnet.

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber hier sind Richtwerte

Die Kosten einer Unternehmensbewertung hängen von Bewertungsanlass, Unternehmensgröße und -komplexität sowie dem gewünschten Dokumentationsgrad ab.

Preisbandbreiten

Vorab zur Abgrenzung: Eine bloße Wertindikation (grobe Orientierung, meist niedriger vierstelliger Bereich) biete ich nicht als eigenes Format an. Diese Rolle übernehmen meine kostenlosen Online-Rechner – mein Einstiegsformat ist die Werteinschätzung kompakt.

Werteinschätzung kompakt

Die produktisierte Einstiegsstufe: eine belastbare Wert-Bandbreite auf Basis der letzten drei Jahresabschlüsse, geliefert in wenigen Tagen. Kein gerichtsfestes Gutachten, aber die Antwort auf die Frage „Lohnt sich der Aufwand?“. Preis: 3.700 € zzgl. USt. (Festpreis) – bei Folgebeauftragung vollständig angerechnet. Zum Format-Vergleich →

Bewertungsgutachten nach IDW S1

Das vollständige Gutachten, erstellt als gutachterliche Stellungnahme, dem Regelformat des Standards seit der Fassung 2026: gleiche Bewertungsmethodik, ausreichende Plausibilitätsbeurteilung der Planung. Entspricht im Umfang etwa dem bisherigen Vollgutachten nach IDW S1 i.d.F. 2008 und reicht nach meiner Auffassung in den meisten Fällen auch gegenüber Finanzamt und Gericht. Preis: Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. Für streitige Verfahren, Gegen-Gutachter-Konstellationen und gesellschaftsrechtliche Abfindungen erweitere ich den Umfang um die vollumfängliche Plausibilitätsbeurteilung als neutraler Gutachter (individueller Festpreis). Für Bewertungsstichtage vor dem 9. April 2026, dem Veröffentlichungstag der Neufassung, gilt noch die Fassung 2008 des Standards; welche Fassung Ihr Fall braucht, prüfe ich im Erstgespräch, am Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. ändert das nichts. Ausführlich: Was ist die gutachterliche Stellungnahme? →

Die zwei Formate im Vergleich

FormatGeeignet fürFinanzamt/Gericht?Preisrahmen
Werteinschätzung kompakt„Lohnt sich der Streit?“, Vorstufe zum BewertungsgutachtenNein – Entscheidungsgrundlage (voll anrechenbar)3.700 € zzgl. USt.
Bewertungsgutachten nach IDW S1 (als gutachterliche Stellungnahme, i.d.F. 2026)Einigung, Verhandlung, Nachweis gegenüber Finanzamt und GerichtIn den meisten Fällen jaFestpreis ab 9.700 € zzgl. USt.
Bewertungsgutachten nach IDW S1, als gutachterliche Stellungnahme (Regelformat) ab 9.700 € − Werteinschätzung kompakt wird innerhalb von 6 Monaten voll angerechnet − 3.700 € = Aufpreis nach dem Einstieg der Einstieg kostet also nichts doppelt ab 6.000 € Mindest-Festpreise · konkreter Festpreis nach dem Erstgespräch

Transparentes Angebot: Nach einem kurzen Erstgespräch (kostenlos und unverbindlich) erhalten Sie ein konkretes Festpreisangebot. Keine versteckten Kosten.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

  • Unternehmensgröße und -komplexität: Ein Einzelunternehmen mit klarer Ergebnisstruktur ist schneller bewertet als eine GmbH-Holding mit Tochtergesellschaften.
  • Bewertungsanlass: Ein steuerliches Gutachten erfordert andere Dokumentation als ein Gutachten für Kaufpreisverhandlungen.
  • Qualität der Unterlagen: Gut aufbereitete Jahresabschlüsse reduzieren den Aufwand erheblich.
  • Dokumentationsgrad: Bewertungsgutachten (neutraler Gutachter, vollumfängliche Plausibilitätsbeurteilung) vs. gutachterliche Stellungnahme (neutraler Sachverständiger, ausreichende Plausibilitätsbeurteilung) vs. Wertberechnung (Berater).

Wann sich die Investition rechnet

Bei steuerlicher Bewertung: Das vereinfachte Ertragswertverfahren des Finanzamts mit dem festen Faktor 13,75 (§ 203 BewG) ergibt bei KMU nach meiner Erfahrung häufig einen Wert, der 30 bis 60 % über dem IDW-S1-Wert liegt. Den niedrigeren gemeinen Wert dürfen Sie mit einem Gutachten nachweisen (§ 11 Abs. 2 BewG), die Steuerersparnis ist dann oft sechsstellig. Mehr zur steuerlichen Bewertung →

Bei Gesellschafterstreit: Wenn die Abfindungsvorstellungen sechsstellig auseinanderliegen, sind Gutachterkosten eine sinnvolle Investition in Rechtssicherheit. Mehr →

Bei Unternehmensverkauf: In meinen Mandaten verschenken Verkäufer ohne professionelle Bewertung typischerweise 15 bis 30 % des möglichen Kaufpreises. Mehr →

Rechenbeispiel: Kosten vs. Hebel (vereinfacht)

Eine GmbH wird verschenkt. Das vereinfachte Ertragswertverfahren des Finanzamts ergibt 2,4 Mio. €, ein IDW-S1-Gutachten kommt unter Berücksichtigung von Unternehmerlohn und individuellem Kapitalisierungszins auf 1,6 Mio. €. Die um 800.000 € niedrigere Bemessungsgrundlage spart bei einem Kind als Beschenktem (Steuerklasse I, Steuersatz 19 % nach § 19 Abs. 1 ErbStG) 152.000 € Schenkungsteuer, solange keine Verschonung nach § 13a ErbStG greift. Dem stehen Gutachtenkosten ab 9.700 € zzgl. USt. gegenüber. Dieselbe Logik gilt bei Abfindungen: In einem realen Fall lagen Forderung (1,2 Mio. €) und objektivierter Wert (740.000 €) fast eine halbe Million auseinander – mehr dazu.

So halten Sie die Kosten niedrig

  • Unterlagen vollständig liefern: Die letzten drei Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Gesellschaftsvertrag und – falls vorhanden – eine Unternehmensplanung. Gut aufbereitete Unterlagen senken den Aufwand spürbar.
  • Das richtige Format wählen: Nicht jeder Fall braucht den erweiterten Umfang mit vollumfänglicher Plausibilitätsbeurteilung – in den meisten Fällen trägt das Regelformat. Im Erstgespräch kläre ich, welcher Umfang wirklich nötig ist; als Einstieg genügt oft die Werteinschätzung kompakt (3.700 € zzgl. USt., voll anrechenbar).
  • Früh starten: Wer erst im laufenden Gerichtsverfahren bewertet, zahlt doppelt – ein frühes Privatgutachten kann eine außergerichtliche Einigung ermöglichen, bevor Gerichts- und Sachverständigenkosten entstehen.
  • Erst grob rechnen: Eine erste Bandbreite liefert Ihnen die Seite EBIT-Multiplikatoren nach Branchen – kostenlos und in wenigen Minuten.

Häufige Fragen zu den Kosten

Das Bewertungsgutachten nach IDW S1 kostet als Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt., erstellt als gutachterliche Stellungnahme, dem Regelformat der Fassung 2026 – es reicht nach meiner Auffassung in den meisten Fällen auch gegenüber Finanzamt und Gericht. Der konkrete Preis hängt von Unternehmensgröße, Komplexität und Bewertungsanlass ab; nach einem kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie ein konkretes Festpreisangebot ohne versteckte Kosten.

Die Werteinschätzung kompakt kostet 3.700 € zzgl. USt. – Festpreis, bei Folgebeauftragung des Bewertungsgutachtens voll angerechnet. Die allererste Einschätzung – ob und welches Format sich für Ihren Fall lohnt – ist kostenlos: Sie schildern den Anlass, ich antworte innerhalb von 24 Stunden.

Das hängt vom Anlass ab: Bei betrieblicher Veranlassung (Unternehmensverkauf, Umstrukturierung, Betriebsprüfung) sind die Kosten regelmäßig als Betriebsausgaben abziehbar; bei privaten Anlässen wie dem Zugewinnausgleich in der Regel nicht. Klären Sie den Einzelfall mit Ihrem Steuerberater.

Bei vollständiger Datenlieferung in der Regel 2–4 Wochen. Bei besonders eiligen Anlässen sprechen wir Prioritäten vorab ab.

Bewertungsbedarf? Sprechen wir darüber.

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