Fundierte Gutachten für Scheidungsverfahren – methodisch sauber, gerichtsfest und von Familienrichtern anerkannt.
Auf einen Blick
Kurz gesagt: Im Zugewinnausgleich wird das Unternehmen zu zwei Stichtagen bewertet: bei Eheschließung (Anfangsvermögen, indexiert) und bei Zustellung des Scheidungsantrags (Endvermögen). Der BGH hält das Ertragswertverfahren für geeignet (u.a. XII ZR 108/16); die zentrale Stellschraube ist der kalkulatorische Unternehmerlohn. Die „modifizierte Ertragswertmethode“ stuft der IDW S1 in der Fassung 2026 als nicht sachgerecht ein (Tz. 161).
In einer Unternehmerehe ist das Unternehmen oder die Beteiligung oft der mit Abstand größte Vermögenswert. Im Zugewinnausgleich muss dieser Wert zu zwei Stichtagen ermittelt werden – bei Eheschließung und bei Zustellung des Scheidungsantrags.
Ohne ein professionelles Gutachten drohen jahrelange Gerichtsverfahren – mit Gutachterkosten, die den eigentlichen Streitwert übersteigen können. Eine frühzeitige, belastbare Bewertung kann Tausende Euro sparen.
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Der Bundesgerichtshof hat in seiner Rechtsprechung (u.a. BGH XII ZR 108/16) das Ertragswertverfahren als geeignete Methode zur Unternehmensbewertung im Zugewinnausgleich bestätigt. In der Praxis hat sich der IDW S13 als ergänzender Standard für die Besonderheiten im Familien- und Erbrecht etabliert.
Wichtig seit 2026: Die in der familienrechtlichen Praxis bisher verbreitete „modifizierte Ertragswertmethode“ wird im neuen IDW S1 (Fassung 2026) ausdrücklich als nicht sachgerechte Modifikation des Ertragswertverfahrens eingestuft (Tz. 161). Stattdessen sind die verbindlichen KMU-Regelungen aus Kapitel 12 anzuwenden – insbesondere Unternehmerlohn, Sphärentrennung und übertragbare Ertragskraft. Gerichte können von IDW-Standards abweichen, müssen dies aber begründen. Diese Entwicklung sollten Sie bei laufenden und künftigen Mandaten im Blick haben.
Bei inhabergeführten Unternehmen ist der kalkulatorische Unternehmerlohn die zentrale Stellschraube. Der neue IDW S1 2026 regelt dies nun verbindlich in Kapitel 12 (Tz. 166): Für die Tätigkeit des Eigenkapitalgebers ist eine marktgerechte Vergütung anzusetzen. Wie er hergeleitet wird, erläutere ich im Artikel Unternehmerlohn in der Unternehmensbewertung. Warum der individuelle Unternehmerlohn auch die doppelte Erfassung bei Unterhalt und Zugewinn verhindert: Unterhalt, Zugewinn und Doppelverwertung.
Latente Ertragsteuern, die bei einer gedachten Veräußerung des Unternehmens anfielen, mindern den Wert im Zugewinnausgleich. Der BGH zieht sie auch dann ab, wenn kein Verkauf geplant ist, und bemisst sie nach den Verhältnissen am Stichtag (BGH, Urteil vom 02.02.2011, XII ZR 185/08; ebenso XII ZR 40/09). Wie hoch der Abzug im Einzelfall ausfällt, hängt vom Steuersatz und den stillen Reserven am Stichtag ab. Mehr dazu: Latente Steuern im Zugewinnausgleich →
Die Bewertung erfolgt zu zwei Zeitpunkten: Eheschließung (Anfangsvermögen) und Zustellung des Scheidungsantrags (Endvermögen). Das Anfangsvermögen wird dabei mit dem Verbraucherpreisindex indexiert – warum und wie, lesen Sie hier.
Der IDW S1 2026 ermöglicht jetzt ein Dreiphasenmodell (Tz. 69): Detailplanung → Übergangsphase → nachhaltiges Ergebnis. Bei Unternehmen in einer Transformationsphase kann die Übergangsphase den Unternehmenswert spürbar beeinflussen.
Gerade bei freiberuflichen Praxen (Arzt, Zahnarzt, Anwalt, Steuerberater) gilt: Im Zugewinnausgleich zählt nur der übertragbare Wert. Der an die Person des Inhabers gebundene Goodwill ist nicht übertragbar und bleibt außen vor; vom Ertragswert werden ein marktüblicher Unternehmerlohn und – nach der BGH-Rechtsprechung – eine latente Ertragsteuer abgezogen. So entsteht der Wert, der tatsächlich in den Zugewinn einfließt. Mehr zur Praxisbewertung bei Scheidung →
Für die erste Orientierung gibt es die Werteinschätzung kompakt zum Festpreis von 3.700 € zzgl. USt. (voll anrechenbar), ein vollständiges Gutachten kostet als Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt.; nach einem kurzen Erstgespräch erhalten Sie ein transparentes Festpreisangebot. Die Erstellung dauert bei vollständigen Unterlagen in der Regel 2–4 Wochen. Mehr dazu: Was kostet eine Unternehmensbewertung?
Eine Besonderheit im Zugewinnausgleich: Maßgeblich ist der Stichtag der Zustellung des Scheidungsantrags – und der liegt oft Jahre zurück. Liegt er vor dem 9. April 2026, gilt noch die Fassung 2008 des IDW S1. Welche Fassung und welches Format Ihr Fall braucht, prüfe ich im Erstgespräch; am Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. ändert das nichts. Erstellt wird das Gutachten als gutachterliche Stellungnahme, dem Regelformat, nach meiner Auffassung in den meisten Fällen auch für das Familiengericht ausreichend. Für maximale Beweiskraft in hart geführten Verfahren erweitere ich den Umfang um die vollumfängliche Plausibilitätsbeurteilung (individueller Festpreis).
Festpreis statt Stundensatz: Ein vollständiges IDW-S1-Gutachten im Zugewinnausgleich erstelle ich zum Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. Der Preis wird nach dem Erstgespräch schriftlich fixiert – ohne laufende Stunden, ohne Nebenkosten.
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Voll angerechnet: Beauftragen Sie im Anschluss das vollständige Gutachten (Vollgutachten, gutachterliche Stellungnahme oder Bewertungsgutachten), wird der Festpreis der Werteinschätzung vollständig auf das Honorar angerechnet. Sie zahlen nichts doppelt.
Zur klaren Abgrenzung: Die Werteinschätzung kompakt ist kein gerichtsfestes Gutachten, sondern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Frage: „Lohnt sich der Streit?" Anfrage über das Kontaktformular oder per E-Mail an info@yannickmaar.de – Antwort innerhalb von 24 Stunden.
Über den Auskunftsanspruch nach § 1379 BGB. Ist der Scheidungsantrag gestellt, kann jeder Ehegatte Auskunft über das Vermögen zum Trennungszeitpunkt und zu den Stichtagen des Anfangs- und Endvermögens verlangen, auf Anforderung mit Belegen. Er kann außerdem verlangen, dass der Wert der Vermögensgegenstände ermittelt wird. Für die Bewertung einer Beteiligung brauche ich die Jahresabschlüsse der Jahre vor jedem der beiden Stichtage.
Nein. Im Zugewinnausgleich zählt der Wert des Vermögens zu den Stichtagen (§ 1376 BGB), gemeint ist der Verkehrswert. Das vereinfachte Ertragswertverfahren mit dem Faktor 13,75 ist ein steuerliches Verfahren nach dem Bewertungsgesetz und bindet das Familiengericht nicht. Ein Wert aus einer früheren Schenkungsteuer-Feststellung ist deshalb höchstens ein Anhaltspunkt.
Hat ein Ehegatte die Beteiligung während der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen, wird ihr Wert zum Zeitpunkt des Erwerbs dem Anfangsvermögen hinzugerechnet (§ 1374 Abs. 2 BGB). Ausgeglichen wird dann nur die Wertsteigerung seit dem Erwerb. Dafür braucht es einen dritten Bewertungsstichtag: den Tag des Erbfalls oder der Schenkung.
Maßgeblich für das Endvermögen ist der Wert zum Tag der Zustellung des Scheidungsantrags, für das Anfangsvermögen der Tag der Eheschließung. Beide Werte werden einander gegenübergestellt.
Angesetzt wird nur der übertragbare Wert. Vom Ertragswert werden ein marktüblicher Unternehmerlohn und der an die Person gebundene, nicht übertragbare Goodwill-Anteil abgezogen; zusätzlich ist nach der BGH-Rechtsprechung eine latente Ertragsteuer zu berücksichtigen.
Ja. Nach der BGH-Rechtsprechung ist beim Endvermögen eine fiktive (latente) Ertragsteuer auf einen gedachten Verkauf wertmindernd zu berücksichtigen, auch ohne konkrete Verkaufsabsicht. Höhe und Vorgehen konkretisiert ergänzend der IDW S13.
Der BGH erkennt das Ertragswertverfahren an. Die früher verbreitete modifizierte Ertragswertmethode stuft der IDW S1 2026 (Tz. 161) als nicht sachgerecht ein; stattdessen gelten die KMU-Regeln aus Kapitel 12: Unternehmerlohn, Sphärentrennung und übertragbare Ertragskraft.
Ein vollständiges Gutachten gibt es als Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt.; das Regelformat ist die gutachterliche Stellungnahme nach IDW S1, in den meisten Fällen auch für das Familiengericht ausreichend. Welche Fassung des Standards gilt, hängt vom Stichtag ab und ändert am Festpreis nichts. Für die erste Orientierung gibt es die Werteinschätzung kompakt; sie wird bei Folgebeauftragung voll angerechnet. Nach einem kurzen Erstgespräch erhalten Sie ein transparentes Festpreisangebot.
Beides ist möglich: als neutraler Gutachter im gemeinsamen Auftrag beider Parteien oder im Auftrag des Familiengerichts, als Parteigutachter für eine Seite oder zur Gegenprüfung eines bereits vorliegenden Gutachtens.
Wie ein solches Mandat konkret abläuft, zeigt Fallbeispiel 1: zwei GmbH-Beteiligungen im Zugewinnausgleich.
Sicherheit und Vertraulichkeit:
Grundlage: meine Allgemeinen Auftragsbedingungen (§§ 5 und 9).
★★★★★„Bereits die erste Einschätzung war überaus kompetent, ehrlich und verständlich auf den Punkt gebracht."Kevin LennartzGoogle-Rezension
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Yannick Maar, CVA – unabhängiger Sachverständiger für Unternehmensbewertung. Ihre Anfrage landet direkt bei mir, nicht im Sekretariat.