Der zentrale Bewertungsstandard in Deutschland – seit Februar 2026 in grundlegend überarbeiteter Fassung.
Der IDW Standard „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“ (IDW S 1) legt die Grundsätze dar, nach denen Wirtschaftsprüfer Unternehmen bewerten. Er ist kein Gesetz, aber der in Deutschland anerkannte Bewertungsstandard und wird von Gerichten, Finanzbehörden und der Wirtschaftsprüfung als Maßstab herangezogen.
Die Neufassung 2026 (verabschiedet vom FAUB am 11.02.2026) ersetzt den bisherigen IDW S1 i.d.F. 2008 und ist auf alle Bewertungsstichtage ab dem 9. April 2026 anzuwenden; für frühere Stichtage bleibt die Fassung 2008 maßgeblich. Sie bringt 14 komplett neue Regelungen und 21 inhaltliche Änderungen. Die 10 wichtigsten Änderungen im Überblick →
Der IDW S1 unterscheidet drei Wertkonzepte:
Der bisherige Zweiphasenansatz wird durch ein Dreiphasenmodell ergänzt:
Die geplanten Überschüsse werden mit dem Kapitalisierungszinssatz nach IDW S1 auf den Stichtag diskontiert. Wie sich der Zins aus Basiszins, Marktrisikoprämie, Betafaktor und Wachstumsabschlag zusammensetzt, steht im verlinkten Leitfaden mit den aktuellen Parametern.
Die größte praktische Änderung für den Mittelstand: Die Besonderheiten der KMU-Bewertung waren bisher nur im IDW Praxishinweis 1/2014 geregelt – als Empfehlung, nicht als Standard. Kapitel 12 regelt jetzt verbindlich:
Ausdrücklich als nicht sachgerecht eingestuft: Risikozuschläge für mangelnde Fungibilität oder geringe Unternehmensgröße (Tz. 168) sowie die „modifizierte Ertragswertmethode“ (Tz. 161).
Multiplikatormethoden werden im IDW S1 2026 konzeptionell als „vereinfachte Zukunftserfolgswertverfahren“ eingeordnet. Neu: Plausibilisierungen des Bewertungsergebnisses mittels Multiplikatoren sind in der Berichterstattung darzustellen (Tz. 182). Prognostizierte Multiplikatoren werden gegenüber historischen bevorzugt (Tz. 145).
Die Geldentwertungsrate ist nur noch ein „erster Anhaltspunkt“ (Tz. 125). Erforderlich ist eine unternehmensspezifische Analyse der Preisüberwälzungsfähigkeit. Zusätzlich muss die Wachstumsfinanzierung bei konstanter Kapitalstruktur berücksichtigt werden (Tz. 126).
Welches Format für Ihren Anlass das richtige ist, klären wir im kostenlosen Erstgespräch. Dort prüfe ich auch, welche Fassung des Standards Ihr Stichtag verlangt (vor dem 9. April 2026 gilt noch IDW S1 i.d.F. 2008); am Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. ändert das nichts. Mehr zu Kosten und Umfang →
Festpreis statt Stundensatz: Die gutachterliche Stellungnahme nach IDW S1 erstelle ich zum Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt., das Bewertungsgutachten mit vollumfänglicher Plausibilitätsbeurteilung zum Festpreis ab 14.700 € zzgl. USt. Der Preis wird nach dem Erstgespräch schriftlich fixiert – ohne laufende Stunden, ohne Nebenkosten.
Für eine erste belastbare Orientierung vor Stellungnahme oder Bewertungsgutachten gibt es die Werteinschätzung kompakt: eine Wert-Bandbreite auf Basis der letzten drei Jahresabschlüsse, geliefert in wenigen Tagen, zum Festpreis von 3.700 € zzgl. USt. – bei Folgebeauftragung wird der Betrag vollständig angerechnet. Details zur Werteinschätzung kompakt →
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Schildern Sie kurz Ihren Anlass. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob die gutachterliche Stellungnahme reicht, das Bewertungsgutachten nötig ist oder die Werteinschätzung der richtige erste Schritt wäre. Antwort innerhalb von 24 Stunden, kostenlos und vertraulich.
Die gutachterliche Stellungnahme nach IDW S1 (i.d.F. 2026) kostet als Festpreis ab 9.700 € zzgl. USt. und ist nach allgemeiner Auffassung in den meisten Fällen auch gegenüber Finanzamt und Gericht ausreichend. Das Bewertungsgutachten mit vollumfänglicher Plausibilitätsbeurteilung kostet ab 14.700 € zzgl. USt. und ist die Stufe mit maximaler Beweiskraft. Der Einstieg ist die Werteinschätzung kompakt; bei Beauftragung einer der beiden Stufen wird sie voll angerechnet. Den verbindlichen Festpreis nennt Ihnen ein kostenloses Erstgespräch. Mehr zu den Kosten →
Beide folgen der Methodik des IDW S1. Der Unterschied liegt im Umfang der Plausibilitätsbeurteilung: beim Bewertungsgutachten vollumfänglich (Funktion des neutralen Gutachters), bei der gutachterlichen Stellungnahme ausreichend (neutraler Sachverständiger, neu seit der Fassung 2026). Die Stellungnahme ist das neue Regelformat. Das Bewertungsgutachten empfiehlt sich, wenn maximale Beweiskraft zählt, etwa bei eskalierten Streitigkeiten oder wenn die Gegenseite ein eigenes Gutachten vorlegt.
Ja. IDW S1 ist der in Deutschland anerkannte Bewertungsstandard und wird von Gerichten und Finanzbehörden als Maßstab herangezogen. Für steuerliche Anlässe hat der BFH das Wahlrecht zwischen vereinfachtem Ertragswertverfahren und IDW-S1-Gutachten bestätigt (II R 5/19). Voraussetzung ist ein vollständiges, methodisch dokumentiertes Gutachten; genau darauf sind meine Gutachten ausgelegt.
In der Regel zwei bis vier Wochen ab vollständigen Unterlagen. Die Werteinschätzung kompakt liegt nach wenigen Tagen vor. Den verbindlichen Liefertermin nennt das Festpreisangebot. Zeitplan im Detail →
Das entscheidet der Bewertungsstichtag. Für Stichtage ab dem 9. April 2026 gilt die Fassung 2026, für frühere Stichtage bleibt die Fassung 2008 maßgeblich. Die Neufassung bringt 14 neue Regelungen und 21 inhaltliche Änderungen, darunter das Dreiphasenmodell und die verbindliche KMU-Bewertung. Die 10 wichtigsten Änderungen →
Für den Start: Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre, eine aktuelle BWA mit Summen- und Saldenliste, vorhandene Planungen und der Gesellschaftsvertrag. Was im Einzelfall fehlt, klären wir im Erstgespräch. Zur Unterlagen-Checkliste →